Wohnungsmarkt Image
Quelle: photo 5000 – Fotolia

Weil die Mieten in vielen Ballungszentren steigen, plant die große Koalition die sogenannten Wiedervertragsmieten in Deutschland künftig stärker zu regulieren. Vorgesehen ist, dass die Mieten bei Neuvermietungen nur maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Nach den jüngsten Plänen von Schwarz-Rot sollen Neubauten und sanierte Wohnungen nun aber von dieser Regelung unberührt bleiben.

Diese Ausnahme wird jedoch heftig kritisiert. „Die angebliche Mietpreisbremse hat keinerlei Bremswirkung mehr“, meint beispielsweise die Vorsitzende des Verbraucherschutz-Ausschusses des Bundestags, Renate Künast. Die Leidtragenden des Regierungskompromisses seien die Mieter.

Doch mit ihrer Bewertung sitzt Künast einem Irrtum auf: Gerade eine Mietpreisbremse ohne jede Ausnahmeregelung würde die Mieter treffen. Allein die Diskussionen um eine Mietpreisbremse irritieren viele Investoren. Halten derartige Verunsicherungen an, wird die Schaffung neuen Wohnraums gefährdet. Doch gerade vor dem Hintergrund, dass Wohnungen in vielen Großstädten knapper werden, ist der Bau von Mietwohnungen der einzige Weg, den angespannten Markt zu beruhigen – und den Anstieg der Mietpreise abzuschwächen.

Deshalb ist es im Interesse der Mieter, von einer zu harten Regulierung des Wohnungsmarkts abzusehen. Die geplanten Ausnahmeregelungen helfen dabei, nicht direkt den ganzen Markt zu bremsen, sondern die Investitionsanreize für neuen Wohnraum zu erhalten.

Ansprechpartner

IW-Kurzbericht
IW-Kurzbericht, 15. September 2017

Michael Voigtländer / Jan Hebecker Immobilien-Index: Der Crash bleibt ausArrow

Die Unternehmen sind sich sehr sicher: Ein Crash in den nächsten zwei Jahren ist nicht zu erwarten, weder im Wohnungsmarkt noch im Gewerbeimmobilienmarkt. Und auch ansonsten schätzen die Unternehmen die Lage und auch die Aussichten als sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die ohnehin sehr gute Stimmung sogar noch weiter verbessert. mehr

Perspektiven für private Kleinvermieter
Presseveranstaltung, 13. September 2017

Pressegespräch mit Livestream Perspektiven für private KleinvermieterArrow

Deutschland ist traditionell eine Mieternation, knapp 55 Prozent aller Haushalte hierzulande leben in einer gemieteten Wohnung. Die überwiegende Mehrheit aller Mietwohnungen wird von sogenannten Kleinvermietern angeboten, also Haushalten, die sich nicht hauptberuflich mit der Vermietung von Wohnungen und Gewerbeflächen beschäftigen. mehr

Private Vermieter: Aus allen Schichten
Pressemitteilung, 13. September 2017

Michael Voigtländer / Björn Seipelt Private Vermieter: Aus allen SchichtenArrow

Anders als häufig gedacht, sind Vermieter von Wohnungen und Häusern nicht immer auch reich, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Tatsächlich werden die meisten Mietwohnungen in Deutschland von privaten Kleinvermietern angeboten. mehr