Mit dem IW-DREF Studentenwohnpreisindex in Kooperation mit ImmobilienScout24 werden Mieten für typische Studentenwohnungen in 15 ausgewählten Städten ausgewertet. Die Ergebnisse für das 2. Halbjahr 2016 zeigen, dass die Wohnkostenbelastung für Studenten weiter steigt. Insbesondere in Berlin, aber auch in Leipzig oder Köln hat die Preisdynamik noch einmal zugenommen. Neben den großen Metropolen steigen aber auch in kleineren Städten die Mieten für Studenten deutlich an. In Osnabrück haben sich beispielsweise die Mieten seit 2010 um 27 Prozent erhöht. Für eine typische Studentenwohnung mit einer Größe von 30 Quadratmetern müssen Leipziger Studenten rund 322 Euro ausgeben, während die Wohnkosten für die gleiche Wohnung in München mit 634 Euro fast doppelt so hoch ausfallen.

In dem vorliegenden Gutachten wurden auch die Gründe für die gestiegenen Mieten genauer betrachtet. Hierzu wurden die Ergebnisse des IW-Baubedarfsmodells der Bautätigkeit gegenübergestellt. Wie sich zeigt, fehlt es in den betrachteten Städten vor allem an 2- und 3-Raum-Wohnungen. Über alle Städte hinweg wurden nur rund ein Drittel der benötigten Wohnungen dieser Größe gebaut. Neben Berlin oder München werden auch in Städten wie Kiel, Osnabrück oder Heidelberg nur wenige Wohnungen in diesem Segment gebaut.

In den meisten Städten fehlen Studentenwohnungen

Gedeckter Bedarf an Studentenwohnungen in Prozent (Verhältnis von tatsächlicher und notwendiger Bestandsveränderung 2011 bis 2015)

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Gutachten für Deutsche Real Estate Funds Advisor in Kooperation mit ImmobilienScout24

Björn Seipelt / Michael Voigtländer: IW-DREF-Studentenwohnpreisindex und Baubedarfe in deutschen Groß- und Universitätsstädten

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