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Um die hohe Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu bedienen, sind Politik und Immobilienwirtschaft gefragt. Foto: querbeet/iStock

Der Baubedarf setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: etwa den Baubedarf aufgrund der demografischen Entwicklung, den Ersatzbedarf wegen nicht mehr bewohnbarer oder umgewidmeter Gebäude und den Nachholbedarf, der entstanden ist, weil in der Vergangenheit zu wenig gebaut wurde. Das IW-Wohnungsbedarfsmodell zeigt auf Ebene der deutschen Städte und Kreise, wie viele Wohnungen errichtet werden müssen, um den Baubedarf zu decken.

Der Baubedarf steigt in Deutschland stetig an, weil pro Kopf mehr Wohnfläche nachgefragt wird. Einerseits werden die Menschen wohlhabender und können sich größere Wohnungen leisten. Andererseits leben im Durchschnitt immer weniger Personen in einem Haushalt. Hinzu kommt, dass zuletzt viele Menschen aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind und sich vor allem in den Städten niederlassen wollen. Auch viele Menschen innerhalb Deutschlands zieht es vom Land in die Stadt. Deshalb verteilt sich der Baubedarf nicht gleichmäßig über die Republik: Während auf dem Land häufig sogar zu viel gebaut wird, herrscht in den Metropolen und vielen Universitätsstädten ein gravierender Wohnungsmangel. Um die hohe Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu bedienen, sind Politik und Immobilienwirtschaft gefragt. Mehr Bauland bereitzustellen ist Grundvoraussetzung, auf die Agenda gehören aber auch die Nachverdichtung sowie der Ausbau und Umbau von Gebäuden.

Wohnungsbedarfsmodell

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