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Trotz ehrgeiziger Ziele stagniert die energetische Modernisierung von Gebäuden. Foto: Jan Jansen/Fotolia

Auf Immobilien entfallen rund 40 Prozent des deutschen Energieverbrauchs und 30 Prozent der emittierten Treibhausgase. Um ihre Klimaschutzziele zu erreichen, hat die Bundesregierung im Gebäudesektor ehrgeizige Ziele gesteckt: Bis 2020 soll der Ausstoß von Kohlendioxid um 20 Prozent sinken und bis 2050 soll der Gebäudesektor nahezu klimaneutral sein.

Doch davon ist der Immobilienbestand weit entfernt, denn die energetische Modernisierung von Gebäuden stagniert. Die niedrigen Energiepreise bieten einfach keinen Anreiz zum Energiesparen. Überdies hält die unübersichtliche Förderung viele Hausbesitzer davon ab, in die Gebäudesanierung zu investieren. Derzeit gibt es bundesweit mehr als 3.000 Förderprogramme für energetische Maßnahmen an Gebäuden.

Um die Energiewende voranzubringen, muss das System dringend vereinfacht werden. Die Förderung der energetischen Sanierung sollte durch steuerliche Anreize ergänzt und vollständig auf die Reduzierung von Treibhausgasen ausgerichtet werden – unabhängig von den verwendeten Technologien.

Ansprechpartner

Energetische Sanierung
Pressemitteilung, 10. Januar 2017

Energetische Gebäudesanierung Förderprogramme vereinfachenArrow

Die energetische Modernisierung von Gebäuden stagniert. Das liegt auch an der unübersichtlichen Förderung: Derzeit gibt es bundesweit 3.350 Förderprogramme für energetische Maßnahmen an Gebäuden. Um die Energiewende voranzubringen, muss das System dringend vereinfacht werden. mehr

„Sanieren mit einfachem Standard lohnt sich am  meisten"
Interview, 24. November 2016

Ralph Henger im vdw Aktuell Magazin "Sanieren mit einfachem Standard lohnt sich am meisten"Arrow

Lassen sich hochgesteckte Klimaschutzziele mit hohen Sanierungsstandards erreichen? Nein, sagt Dr. Ralph Henger, Senior Economist mit Schwerpunkt Wohnungspolitik und Immobilienökonomik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr